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Ich verlasse mich auf den Anstand der gebildeten Jugend von heute, mitzuhelfen, eine bessere Welt zu schaffen. Wolle der gute Gott, es möge gelingen.

Alice Salmon an eine Jugendfreundin in St. Ingbert

Einführung

Deportationslisten, Entlassungsscheine, falsche Pässe, ein Brief aus dem Lager Gurs, Briefe an den Kommandanten des Lagers, ein Visum, eine Fahrkarte oder Eidesstattliche Versicherungen, mit denen Internierte ihr Schicksal als Verfolgte des Nationalsozialismus belegen mussten – das sind historische Dokumente, die an die im Lager Gurs internierten Saarländer*innen und ihre Schicksale erinnern. Meist waren es einfache Papierbögen, bisweilen war es nur ein kleiner Zettel, der über Leben und Tod entschied.

Unter dem Titel „Papiere“ hat die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes schulische Lernmaterialien zu neun Kategorien von historischen Dokumenten zusammengestellt.  Die Lernmaterialien sind mit Links zu Internetseiten sowie mit nützlichen Hinweisen und Fragen versehen. Damit geben sie neue Impulse, sich im Schulunterricht oder in schulischen Projekten mit der Geschichte des Lagers Gurs, den historischen Hintergründen sowie den Schicksalen der Internierten auseinanderzusetzen. Die Arbeitsblätter stehen in direktem Bezug zu den Inhalten der Internetseite gurs.saarland sowie der angeschlossenen Datenbank, die alle saarländischen Internierten des Lagers Gurs erfasst. In den einzelnen Datenbankeinträgen finden sich die in den Lernmaterialien erwähnten Dokumente. Jedes dieser Dokumente bezeugt ein oder mehrere menschliche Schicksale.

Für die Zusendung der mit Fragen und Antworten versehenen Versionen für Lehrer*innen sowie weiterer Hintergrundinformationen zu den Arbeitsblättern senden Sie bitte eine E-Mail an:
Sabine Graf: sgrafthou-shalt-not-spamlpm.uni-sb.de

Papiere

Texte und Arbeitsblätter für Schüler*innen

Einleitung
Vorschläge zur Handhabe der Arbeitsmaterialien

Liste
Liste der am 22.Oktober 1940 deportierten jüdischen Saarländer*innen

Merkblatt
Erläuterungen für die Polizei zum Vorgehen bei der Deportation

Saarpass
Ausweisdokument der Jahre 1920-1935 für Saarländer*innen

Entlassungsschein
Beleg der Internierung in Gurs zwischen Mai und August 1940

Falscher Pass
Unechtes Ausweisdokument zum Schutz vor Verfolgung und Internierung

Passierschein
Zeitlich begrenzte Erlaubnis zum Überqueren von Grenzen innerhalb Frankreichs

Visum
Amtliche Einreiseerlaubnis in ein fremdes Land

Briefe
Hilferufe aus dem Lager und Bitten an den Lagerkommandanten/Präfekten

Eidesstattliche Versicherungen
Beteuerung der Richtigkeit einer Darstellung

Papiere gesamt
Alle Arbeitsblätter in einer Datei

Urheberrecht und Lizenz

Die auf der Webseite gurs.saarland vorhandenen Unterrichtsmaterialien stehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA, Version 4.0 international. Den genauen Wortlaut dieser Lizenz finden Sie unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode.de

Was bedeutet das?

CC steht für die gemeinnützige Organisation Creative Commons.

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